Vegetarische & vegane Rohkost

Nur Trend oder neuer Zeitgeist?

In Deutschland geht der Vegetarierbund aktuell von 8 Millionen Vegetariern und 1,3 Millionen Veganern aus. Der Verzicht auf jegliche tierische Produkte wie Milch, Milchprodukte, Käse, Eier und Honig liegt im Trend. Ob Vegetarismus, Veganismus oder vegane Rohkost: pflanzliche Ernährungsstile finden heute mehr und mehr Anhänger. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie die unterschiedlichen Ausprägungen der pflanzlichen Ernährung: ethisch-moralisch-, nachhaltigkeits- und zukunftsorientiert oder gesundheitlich geprägt.
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Prof. Claus Leitzmann, einer der renommiertesten Ernährungsforscher auf dem Gebiet der Pflanzenkost und Begründer der Vollwerternährung, ist überzeugt davon, dass eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit reichlich variierenden Gemüsen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Kräutern, Obstsorten, Nüssen und pflanzlichen Ölen den menschlichen Organismus „artgerecht“ versorgt. „Der Mensch ist zwar ein Omnivore – ein Allesfresser – und ein Opportunist, der mit seiner Haltung ‚Iss, was du kriegst’ über Jahrmillionen sein Überleben in den unterschiedlichsten Klimazonen sichern konnte, aber seine Organe sind eindeutig pflanzengeprägt“, fasst er seine wissenschaftlichen Erkenntnisse aus mehr als 30 Jahren Forschung zusammen. „Wenn man bedenkt, wie sich unsere Vorfahren ernährt haben und unsere Verwandten im Tierreich heute noch ernähren, dann zeigt sich, dass es eine überwiegend pflanzliche Kost war und ist, die unseren anatomischen und physiologischen Gegebenheiten optimal gerecht wird.“ Laut Leitzmann und seinen Kollegen wartet eine pflanzenbetonte Ernährung mit wertvollen Impulsen für Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden auf.

Hat der Trend zur Pflanzenkost sogar das Potential zum Zeitgeist? Ernährungswissenschaftler setzen heute, in unserem schnelllebigen, stressigen Alltag, besonders auf die ausgleichende Wirkung pflanzlicher Lebensmittel für einen gestressten Stoffwechsel. Studien zufolge kann die Pflanzenkost typische Säuren, die im Stress-Stoffwechsel entstehen, neutralisieren und damit die Folgen unseres Turbo-Alltags puffern. Das Basenfasten, auch ein „pflanzlicher Trend“ unserer Zeit, nutzt genau diesen Effekt, um Gestresste, Überarbeitete und Übergewichtige wieder auf die richtige, die langsamere Spur zu bringen – „back to the roots“ sozusagen.

Auch das Interesse an vegetarischen und veganen Ersatzprodukten steigt immer mehr – das lässt sich auch deutlich am Umsatz der Fleischersatzprodukte erkennen. Der ist innerhalb von drei Jahren (2017-2019) von 736 Millionen auf 1,219 Milliarden Euro in Deutschland gestiegen.

Doch welche weiteren Vorteile bringt die vegetarische und vegane Ernährung mit sich? Was sind Gründe sich für einen pflanzlichen Lebensstil zu entscheiden?

Tierwohl

Egal welches Tier - unter konventioneller Massenproduktion leidet jeder Fisch, jedes Huhn, jedes Schwein und jede Kuh. Durch die stark beschleunigte Gewichtszunahme von Nutztieren sind die Tiere massiv in ihrer Bewegung eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die Tiere so wenig Platz haben, dass sie sich weder umdrehen noch hinlegen können.  Häufig werden männliche Küken immer noch nach dem Schlüpfen vergast, da sie keine Eier legen und nicht so schnell Fleisch ansetzen. Den überlebenden weiblichen Küken werden, nach der Geburt ohne Betäubung der Schnabel mit einer heißen Klinge abgetrennt.

Umwelt

Wir müssen den Klimawandel eindämmen. Und wie kann es einfacher sein als mit einer Umstellung auf eine vollwertige, pflanzliche Ernährung?

Nutztiere sind laut der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) für 14,5% der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich.Die Haltung von Rindern trägt den größten Teil dazu bei: Sie produzieren in ihren Mägen das Treibhausgas Methan, was 28-mal schädlicher ist als Kohlenstoffdioxid.Eine weitere Ursache ist der Anbau von Tierfutter: Das an Schweine oder Rinder verfütterte Soja oder Mais wird in großen Teilen im Amazonas-Regenwald angebaut. 70-75% der weltweiten Sojaernte wird in der industriellen Tierproduktion verfüttert – und nicht für Tofu oder Sojadrinks wie viele Skeptiker unwissentlich behaupten, verwendet. Somit trägt der Konsum von tierischen Produkten enorm zur Rodung des Regenwaldes bei und zerstört somit die größte natürliche Lunge unserer Erde.

Selbstverständlich wird nicht jeder von uns vom einen auf den anderen Tag Veganer*in, aber allein, wenn man mal die Wurst durch einen Aufstrich austauscht, das Wiener Schnitzel durch ein Sellerieschnitzel oder ganz einfach die Kuhmilch durch einen Haferdrink austauscht, tut man sich selbst, den Tieren und unserem Planeten etwas Gutes.

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